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Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift (EAZ)
Band 49, Heft 2 Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift (EAZ) Band 49, Heft 2
Autor: Hrsg von J. Callmer und R. Struwe | Erscheinungsjahr: 2008
7 Beiträge zum Stand der Forschung, , zahlr. Abb. in SW
Inhalt:
M. McCormick: Karl der Große und die Vulkane: Naturwissenschaft, Klimageschichte und Mittelalterforschung - D. Nowakowski: Die mittelalterlichen Ritter- und Herzogsburgen im Herzogstum Glogau (Niederschlesien) - U. Thiemer-Sachse: „Schall und Rauch“ – Volute als mesoamerikanisches Semagramm - A. Lund: Zur Germanenideologie Heinrich Himmlers - E. Buttler: Werner Buttler (1907–1940) – Ein Sohn entdeckt seinen Vater - Diskussion: G. Görmer: Einstückdepots, Flussdepots und Verluste - Mitteilungen: S. Klatt - Glaube, Macht und Pracht. Geistliche Gemeinschaften des Ostseeraums im Zeitalter der Backsteingotik. Interdisziplinäre Tagung in Greifswald, 27.–30. November 2007 - Rezensionen und Annotationen ### Zusammenfassungen ### M. McCormick Karl der Große und die Vulkane: Naturwissenschaft, Klimageschichte und Mittelalterforschung In der letzten Zeit kann eine deutliche Zunahme des wissenschaftlichen Interesses an Europas frühmittelalterlicher Entwicklung konstatiert werden, was zu neuen Ergebnissen und Erkenntnissen geführt hat. Neben modernen Bemühungen um die Schriftquellen hat dabei die Archäologie eine entscheidende Rolle gespielt, und zwar vor allem dank entwickelter Methoden der Naturwissenschaften. Dieser Artikel stellt einige Beispiele jüngster Ergebnisse der Mittelalterforschung vor, darunter solche der biomolekularen Archäologie und der Genetik. Es werden darin insbesondere jene starken Klimaanomalien untersucht, die Europa zwischen 750 und 950 n. Chr. trafen und sowohl durch Schriftquellen als auch durch chemische Analysen von Eisbohrkernen im Rahmen des Grönlandeisprojekts 2 (GISP-2) belegt werden können. Spitzenwerte von Sulfatablagerungen im Gletschereis Grönlands rühren von mächtigen Vulkanausbrüchen her, die extreme Winter verursacht haben. In acht von elf Fällen decken sich Schriftquellenbelege für solche extremen Winter ziemlich genau mit den chemischen Analyseergebnissen der Eiskernbohrungen. In der Studie wird bestätigt, dass die aus chemischen Daten der Gletscherbohrungen erschließbaren Klimaphänomene direkte Auswirkungen auf frühere menschliche Gesellschaften hatten. Der Rückschluss von Signalen der Vulkanaktivität auf extreme Winter dürfte somit auch für Zeiträume möglich sein, für die kaum Schriftquellendaten zur Verfügung stehen. Da sich die durch diese Studie erschlossenen Klimaanomalien jeweils auf die gesamte Hemisphäre ausgewirkt haben müssen, waren nicht nur Europa und das westliche Asien betroffen. Fachkollegen, die sich mit Sprachen und Schriftzeugnissen der muslimischen, chinesischen und anderer Kulturen auskennen, sollten daher ihre Quellen auf solche Phänomene hin untersuchen. Das Spielfeld der Geschichte ist nicht eben: Vulkanische Aktivitäten waren ungleich über die vergangenen 2000 Jahre verteilt. Dafür ist die Regierungszeit Karls des Grossen ein gutes Beispiel. xxx Die mittelalterlichen Ritter- und Herzogsburgen im Herzogtum Glogau (Niederschlesien) und ihre Beziehung zu den Siedlungsstrukturen von Dominik Nowakowski (Wroclaw): Der Beitrag untersucht die hoch- und spätmittelalterlichen Ritter- und Herzogsburgen im Herzogtum Glogau (G³ogów) unter dem Gesichtspunkt ihrer Beziehung zur Siedlungslandschaft, zu den Verkehrswegen und den herrschaftlichen Besitzstrukturen. Dabei werden mehrere Ebenen der räumlichen Betrachtung eingenommen. Besonderes Interesse gilt der Frage, wie sich die Burgenlandschaft und die territoriale Herrschaftsorganisation vom 12. bis 14. Jh. unter den Bedingungen der großen Umbrüche des 13. Jh. – mit der Einführung feudaler Verhältnisse, der Auflösung der Kastellaneiverfassung, der Gründung von Lokationsstädten, der ostsiedlungszeitlichen Umstrukturierung des ländlichen Raumes u. a. – wandelte. Hierbei werden historische, archäologische und siedlungskundliche Studien berücksichtigt. ### Schall und Rauch. Zum Semagramm der Volute in Mesoamerika von Ursula Thiemer-Sachse (Berlin): Die Volute (span.: vírgula) sowie viele Symbole, die in Voluten eingeschlossen oder ihnen angegliedert sein können, erweisen sich als mesoamerikanische Semagramme. Denn wir vermögen sie aus der Form heraus, ohne ihren phonetischen Gehalt zu kennen, zu erkennen, wenn uns mesoamerikanische Stilkonventionen vertraut sind. Die bildliche Fixierung solcher Symbole stellt die erste Möglichkeit dar, über Raum und Zeit Botschaften zu transportieren, und zwar eben nicht nur mündlich – durch den Schall –, sondern über den Gesichtssinn und mittels des Wissens um ihren Inhalt. Doch spielt nicht nur das Gehör, sondern auch der Geruchssinn in diesem Zusammenhang eine Rolle. Es sind Schall und Rauch, die mittels Voluten repräsentiert sind und nur durch das Umfeld ihrer Darstellung erkannt werden können. Ihre Verbindung und eventuelle Austauschbarkeit beruhen darin, dass diese Emanationen von lebenden und jenseitigen Wesen Bedeutungsträger sind, deren Interpretation wir uns annähern können. ### Zur Germanenideologie Heinrich Himmlers von Allan A. Lund (Lyngby): In diesem Beitrag wird die Germanenideologie Heinrich Himmlers inhaltlich analysiert und interpretiert. Es wird nachgewiesen, welche Komponenten und grundlegende Vorstellungen für ihn dabei eine Rolle spielten. Dies sind die Vorstellung vom Norden als Urheimat der Germanen, die Vorstellung von einer Kontinuität der germanischen Kultur vom Altertum bis ins Mittelalter sowie die Vorstellung von der Reinheit und der Überlegenheit der nordisch-germanischen Rasse. Diese Komponenten bildeten die Grundlage für seine Germanisierungsträume im Osten wie im Westen Europas ebenso für seinen Versuch, die SS als einen Männerbund sowie eine Sippengemeinschaft zu gestalten. ### Werner Buttler (1907-1940). Ein Sohn entdeckt seinen Vater von Eberhardt Buttler (Auetal): Der Prähistoriker Werner Buttler wird im folgenden Beitrag aus der Sicht seines jüngsten Sohnes dargestellt, der keine eigenen Erinnerungen an seinen Vater hat. Er erschließt sich das Bild vom Menschen W. Buttler durch Dokumente aus dem zum Teil noch unbekannten privaten und in Archiven vorliegenden Nachlass. Es ergibt sich dabei ein differenzierter Einblick in die Gesinnung, aus der heraus W. Buttler wichtige Entscheidungen in seinem Leben fällte. Stark beeinflusst durch das Gedankengut des Großdeutschen Jugendbundes trat er trotz seiner ideologischen Bedenken früh der NSDAP bei. Im Fach bekannt geworden durch die Ausgrabung der bandkeramischen Siedlung Köln-Lindenthal, befand er sich schon damals im Konflikt zwischen ideologiefreier Forschung und den Anforderungen des Regimes, ohne indessen die Partei zu verlassen. 1936 wurde er als Leiter des Referats Bodendenkmalpflege in das Reichserziehungsministerium berufen. Er arbeitete dort wie früher für die Freiheit seiner Wissenschaft, vermittelte zwischen zerstrittenen Gruppen in der Prähistorie und setzte sich ohne Rücksicht auf sich selbst intensiv für gefährdete Kollegen ein. Werner Buttler fiel am 12. Mai 1940 in Luxemburg. Der vorliegende Aufsatz versteht sich als Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Prähistorie im sog. Dritten Reich. Sein Anliegen ist es anzuregen, genau hinzuschauen, aus der Zeit heraus zu verstehen und Vorgänge erst dann in das Gesamtgeschehen einzuordnen bzw. zu beurteilen.
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