Band 1: Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlerevier 1997

5,10 

Vor mehr als 60 Jahren hat der damalige Staatliche Vertrauensmann für die kulturgeschichtlichen Bodenaltertümer in der Provinz Brandenburg Alfred Götze (1865-1948) im Vorfeld des Tagebaues Ilse-Ost das ‘Alte Schloß’ bei Senftenberg ausgegraben. Damit hat er hier als erster ein durch den Braunkohlenbergbau gefährdetes Boden – Denkmal untersucht und auf diese Weise auch konsequent die Möglichkeiten der sogenannten Braunkohlenarchäologie genutzt. Götzes großflächige Ausgrabungen gelten auch in der Rückschau als Meilenstein eisenzeitlicher Burgenforschung. Ausgangspunkt damaliger und heutiger Untersuchungen im Niederlausitzer Revier sind identisch geblieben. Nirgendwo in Brandenburg wird der Janus-Charakter unserer Arbeit deutlicher als hier. Gleichermaßen stehen sich Neuentdeckungen wichtiger Funde und immenser Erkenntnisfortschritt einerseits mit beispiellosem Verlust großer Kulturlandschaften andererseits gegenüber. Hier Gewinn und Verlust abschließend zu bilanzieren, kann aber erst Aufgabe zukünftiger Archäologen sein.
Das Arbeitsfeld der heutigen Bodendenkmalpflege im Braunkohlenrevier bleibt dabei klar umrissen. Neben eher kurzzeitigen Einsätzen gilt es vor allem mittel und langfristige Ziele der Landesforschung zu definieren und im Rahmen der Rettungsarchäologie in der täglichen Geländearbeit umzusetzen. Die vorliegende Schrift lässt nun den Leser Anteil nehmen an der Arbeit und den Ergebnissen des Jahres 1997. Im Sinne des oben Gesagten finden sich hier deshalb Beiträge von Ausgrabungen von archäologischen Fundarealen, die im letzten Jahr begonnen und auch beendet wurden, neben solchen, deren Erforschung über ein Kalenderjahr hinaus geht. Gerade von den letztgenannten Projekten sind schon jetzt spürbar wichtige Impulse für die Landesarchäologie ausgegangen. Natürlich hat es dann der Ausgräber als zusätzliche Bestätigung seines Einsatzes empfunden, wenn sich auch nationale und internationale Forschung an den Arbeitsergebnissen interessiert zeigte.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Eberhard Bönisch:
• Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 1997.

Bernhard Stapel:
• Heinersbrück 8, Landkreis Spree-Neiße. Die spätneolithisch-frühbronzezeitliche Besiedlung der Malxeniederung.

Volker Grünewald:
• Das frühbronzezeitliche Grab von Grießen.

M.-Johanna Bode:
• Gräber der Frühbronzezeit im Vorfeld des Tagebaus Jänschwalde.

Hanne Kayser:
• Eine Grabgruppe der Buckelkeramik von Klein-Lieskow im Tagebauvorfeld Cottbus-Nord.

Eberhard Bönisch:
• Ein Dorfteich aus der Bronzezeit.

Heide Eilbracht:
• Urgeschichtliche Siedlungsspuren im Vorfeld des Tagebaus Welzow-Süd.

Stefanie Berg-Hobohm, M.-Johanna Bode, lnes Spazier:
• Ausgrabungen zur römischen Kaiserzeit im Niederlausitzer Braunkohlenrevier.

M.-Johanna Bode:
• Germanische Siedlungen und ein kleines Gräberfeld im Tagebauvorfeld Jänschwalde, Gemarkung Briesnig. Die Ergebnisse der Ausgrabungen 1997.

Bernhard Stapel:
• Grötsch 10 – eine Siedlung der späten römischen Kaiserzeit am Westufer der Malxe.

Stefanie Berg-Hobohm:
• Abschließende Ausgrabungen im Tagebau Seese-Ost.

Ines Spazier:
• Das germanische Eisenverhüttungszentrum Wolkenberg.

Ines Spazier:
• Das Dorf Kausche – 800 Jahre Geschichte werden lebendig.

Eberhard Bönisch, Volker Grünewald:
• Verzeichnis der archäologischen Aktivitäten in den Niederlausitzer Braunkohlentagebauen 1997.

Neue Publikationen zur Archäologie im Niederlausitzer Braunkohlenrevier.

Abbildungsnachweis

Gewicht 499 g
Bestellnr

2-32-01

Produktgruppe

Verkaufsprogramm

Reihe

Archäologie Brandenburg

Hauptgruppe

Arbeitsberichte zur Bodendenkmalpflege in Brandenburg

Untergruppe

Arbeitsberichte zur Bodendenkmalpflege in Brandenburg

ISBN
KurzbezTitel

Band 1: Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlerevier 1997

Autor

Hrsg. Brandenburgisches Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte

Erscheinungsjahr

Pritzen 1998

TechnischeAbgaben

108 Seiten, 15 Beiträge zum Stand der Forschung, viele farbige Abbildungen, Karten und Pläne, Format A4

Inhalt

Vor mehr als 60 Jahren hat der damalige Staatliche Vertrauensmann für die kulturgeschichtlichen Bodenaltertümer in der Provinz Brandenburg Alfred Götze (1865-1948) im Vorfeld des Tagebaues Ilse-Ost das 'Alte Schloß' bei Senftenberg ausgegraben. Damit hat er hier als erster ein durch den Braunkohlenbergbau gefährdetes Boden – Denkmal untersucht und auf diese Weise auch konsequent die Möglichkeiten der sogenannten Braunkohlenarchäologie genutzt. Götzes großflächige Ausgrabungen gelten auch in der Rückschau als Meilenstein eisenzeitlicher Burgenforschung. Ausgangspunkt damaliger und heutiger Untersuchungen im Niederlausitzer Revier sind identisch geblieben. Nirgendwo in Brandenburg wird der Janus-Charakter unserer Arbeit deutlicher als hier. Gleichermaßen stehen sich Neuentdeckungen wichtiger Funde und immenser Erkenntnisfortschritt einerseits mit beispiellosem Verlust großer Kulturlandschaften andererseits gegenüber. Hier Gewinn und Verlust abschließend zu bilanzieren, kann aber erst Aufgabe zukünftiger Archäologen sein. Das Arbeitsfeld der heutigen Bodendenkmalpflege im Braunkohlenrevier bleibt dabei klar umrissen. Neben eher kurzzeitigen Einsätzen gilt es vor allem mittel und langfristige Ziele der Landesforschung zu definieren und im Rahmen der Rettungsarchäologie in der täglichen Geländearbeit umzusetzen. Die vorliegende Schrift lässt nun den Leser Anteil nehmen an der Arbeit und den Ergebnissen des Jahres 1997. Im Sinne des oben Gesagten finden sich hier deshalb Beiträge von Ausgrabungen von archäologischen Fundarealen, die im letzten Jahr begonnen und auch beendet wurden, neben solchen, deren Erforschung über ein Kalenderjahr hinaus geht. Gerade von den letztgenannten Projekten sind schon jetzt spürbar wichtige Impulse für die Landesarchäologie ausgegangen. Natürlich hat es dann der Ausgräber als zusätzliche Bestätigung seines Einsatzes empfunden, wenn sich auch nationale und internationale Forschung an den Arbeitsergebnissen interessiert zeigte. Inhaltsverzeichnis: Vorwort Eberhard Bönisch: • Ausgrabungen im Niederlausitzer Braunkohlenrevier 1997. Bernhard Stapel: • Heinersbrück 8, Landkreis Spree-Neiße. Die spätneolithisch-frühbronzezeitliche Besiedlung der Malxeniederung. Volker Grünewald: • Das frühbronzezeitliche Grab von Grießen. M.-Johanna Bode: • Gräber der Frühbronzezeit im Vorfeld des Tagebaus Jänschwalde. Hanne Kayser: • Eine Grabgruppe der Buckelkeramik von Klein-Lieskow im Tagebauvorfeld Cottbus-Nord. Eberhard Bönisch: • Ein Dorfteich aus der Bronzezeit. Heide Eilbracht: • Urgeschichtliche Siedlungsspuren im Vorfeld des Tagebaus Welzow-Süd. Stefanie Berg-Hobohm, M.-Johanna Bode, lnes Spazier: • Ausgrabungen zur römischen Kaiserzeit im Niederlausitzer Braunkohlenrevier. M.-Johanna Bode: • Germanische Siedlungen und ein kleines Gräberfeld im Tagebauvorfeld Jänschwalde, Gemarkung Briesnig. Die Ergebnisse der Ausgrabungen 1997. Bernhard Stapel: • Grötsch 10 – eine Siedlung der späten römischen Kaiserzeit am Westufer der Malxe. Stefanie Berg-Hobohm: • Abschließende Ausgrabungen im Tagebau Seese-Ost. Ines Spazier: • Das germanische Eisenverhüttungszentrum Wolkenberg. Ines Spazier: • Das Dorf Kausche – 800 Jahre Geschichte werden lebendig. Eberhard Bönisch, Volker Grünewald: • Verzeichnis der archäologischen Aktivitäten in den Niederlausitzer Braunkohlentagebauen 1997. Neue Publikationen zur Archäologie im Niederlausitzer Braunkohlenrevier. Abbildungsnachweis

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