Band 53: Die Tessenow-Siedlungen in Pößneck – Thüringer Beitrag zur Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus

15,00 

Für William Morris (1834 -1896), den Begründer der Arts-and-Crafts-Bewegung, Kunst- und Sozialreformer mit maßgeblichem Einfluss auf europäische und amerikanische Künstlergenerationen des Jugendstils und der Moderne sowie wohl wichtigsten Vorkämpfer und Apologeten der Gartenstadtbewegung, war ‚eine gute Wohnung‘ die erste Bedingung für eine menschenwürdige Umwelt. Er sah dies als logische Folge des zentralen menschlichen Bedürfnisses, das er als ‚Wunsch nach Gesundheit‘ formulierte. Daher forderte er, dass ‚jeder Mensch und jede Familie nicht nur eine geräumige Wohnung besitzt‘, sondern ‚dass jedes Kind in einem bei der Wohnung der Eltern gelegenen Garten spielen kann‘. Die Wohnhäuser sollen von solider, sauberer und gesunder Bauweise und um diese Wohnstätten zudem ‚viel Platz für Grünanlagen und Parks sein; die Städte sollen nicht die Felder und die natürlichen Züge der Landschaft zerstören‘, sondern diese in das Siedlungssystem und den Stadtorganismus integrieren. ‚Durch ihre sichtbare Sauberkeit und Ordnung [ … ] müssen sie [die Häuser, Städte und Siedlungen] eine Zierde der natürlichen Landschaft sein, anstatt sie zu verschandeln [ … ] weil diese Ordnung und Sauberkeit, konsequent entwickelt, sicherlich zur Schönheit der Bebauung beitragen würde‘. Gleichzeitig betonte er aber die gesellschaftliche Relevanz von Kunst- und Ästhetik: ‚Es hat keinen Zweck, über Kunst zu reden – es sei denn nur sehr oberflächlich =, ohne die sozialen Probleme zu berühren, die alle ernsthaft denkenden Menschen beschäftigen [ … ]‘.

Inhaltsverzeichnis:

Entwurfsideen, städtebauliche Motive, Bautypen und ihre internationale Ausstrahlung

Die Kleinstadt: Grundlegende städtebauliche und soziale Konzepte

Das Wohnumfeld: Wohnhof und Wohnstraße, 1914 bis 1923

Städtebauliche Motive: Die Staffelung von Baukörpern, die Platzierung baulicher Schwerpunkte, Giebel- und Traufständigkeit. Entwicklungen zwischen etwa 1910 und 1923, Adaptionen in den 1940er Jahren

Haustypen (I): Kleinhäuser mit kompakter Grundftäche und Verbinderbau, 1910 bis 1928, Adaptionen in den 1940er Jahren 85

Haustypen (II): Mietwohnungen für Klein- und Vorstädte: Das zweispännige Grundrisskonzept für Geschosswohnungsbauten, 1906 bis 1927
• Der Zeitraum bis zur Realisierung der Pößnecker Beispiele
• Exkurs: Rahmendaten zur GAGFAH-Siedlung im Fischtalgrund in Berlin-Zehlendorf

Tessenows Mietshaus im Fischtalgrund und verwandte Nachfolgeprojekte

Aktuelle Aufgaben und denkmalpflegerische Aspekte für die Pößnecker Objekte
• Die Veränderungen der Bausubstanz seit Mine des 20. Jahrhunderts
• Die wechselvollen Entwicklungen beim Schutzstatus der betroffenen Ensembles und Einzelobjekte
• Zur Bewertung im Sinne des Thüringischen Denkmalschutzgesetzes
• Aufgaben und Ausblick

Katalog

Vortrag „Impulse für die Zukunft des Wohnungs- und Städtebaus: Heinrich Tessenow, die Gartenstadt-Idee und der Kleinhausbau“

Anhang
• Literaturverzeichnis
• Abbildungsnachweis
• Autorenverzeichnis

Gewicht 781 g
Bestellnr

3-9-53

Produktgruppe

Verkaufsprogramm

Reihe

Archäologie Thüringen

Hauptgruppe

Arbeitsheft des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Neue Folge

Untergruppe

Arbeitsheft des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie, Neue Folge

ISBN
KurzbezTitel

Band 53: Die Tessenow-Siedlungen in Pößneck – Thüringer Beitrag zur Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus

Autor

Carsten Liesenberg

Erscheinungsjahr

Erfurt 2019

TechnischeAbgaben

184 Seiten, zahlreiche Abbildungen, überwiegend farbig, Broschur, 29, 7 x 21, 0 cm

Inhalt

Für William Morris (1834 -1896), den Begründer der Arts-and-Crafts-Bewegung, Kunst- und Sozialreformer mit maßgeblichem Einfluss auf europäische und amerikanische Künstlergenerationen des Jugendstils und der Moderne sowie wohl wichtigsten Vorkämpfer und Apologeten der Gartenstadtbewegung, war 'eine gute Wohnung' die erste Bedingung für eine menschenwürdige Umwelt. Er sah dies als logische Folge des zentralen menschlichen Bedürfnisses, das er als 'Wunsch nach Gesundheit' formulierte. Daher forderte er, dass 'jeder Mensch und jede Familie nicht nur eine geräumige Wohnung besitzt', sondern 'dass jedes Kind in einem bei der Wohnung der Eltern gelegenen Garten spielen kann'. Die Wohnhäuser sollen von solider, sauberer und gesunder Bauweise und um diese Wohnstätten zudem 'viel Platz für Grünanlagen und Parks sein; die Städte sollen nicht die Felder und die natürlichen Züge der Landschaft zerstören', sondern diese in das Siedlungssystem und den Stadtorganismus integrieren. 'Durch ihre sichtbare Sauberkeit und Ordnung [ … ] müssen sie [die Häuser, Städte und Siedlungen] eine Zierde der natürlichen Landschaft sein, anstatt sie zu verschandeln [ … ] weil diese Ordnung und Sauberkeit, konsequent entwickelt, sicherlich zur Schönheit der Bebauung beitragen würde'. Gleichzeitig betonte er aber die gesellschaftliche Relevanz von Kunst- und Ästhetik: 'Es hat keinen Zweck, über Kunst zu reden – es sei denn nur sehr oberflächlich =, ohne die sozialen Probleme zu berühren, die alle ernsthaft denkenden Menschen beschäftigen [ … ]'. Inhaltsverzeichnis: Entwurfsideen, städtebauliche Motive, Bautypen und ihre internationale Ausstrahlung Die Kleinstadt: Grundlegende städtebauliche und soziale Konzepte Das Wohnumfeld: Wohnhof und Wohnstraße, 1914 bis 1923 Städtebauliche Motive: Die Staffelung von Baukörpern, die Platzierung baulicher Schwerpunkte, Giebel- und Traufständigkeit. Entwicklungen zwischen etwa 1910 und 1923, Adaptionen in den 1940er Jahren Haustypen (I): Kleinhäuser mit kompakter Grundftäche und Verbinderbau, 1910 bis 1928, Adaptionen in den 1940er Jahren 85 Haustypen (II): Mietwohnungen für Klein- und Vorstädte: Das zweispännige Grundrisskonzept für Geschosswohnungsbauten, 1906 bis 1927 • Der Zeitraum bis zur Realisierung der Pößnecker Beispiele • Exkurs: Rahmendaten zur GAGFAH-Siedlung im Fischtalgrund in Berlin-Zehlendorf Tessenows Mietshaus im Fischtalgrund und verwandte Nachfolgeprojekte Aktuelle Aufgaben und denkmalpflegerische Aspekte für die Pößnecker Objekte • Die Veränderungen der Bausubstanz seit Mine des 20. Jahrhunderts • Die wechselvollen Entwicklungen beim Schutzstatus der betroffenen Ensembles und Einzelobjekte • Zur Bewertung im Sinne des Thüringischen Denkmalschutzgesetzes • Aufgaben und Ausblick Katalog Vortrag „Impulse für die Zukunft des Wohnungs- und Städtebaus: Heinrich Tessenow, die Gartenstadt-Idee und der Kleinhausbau“ Anhang • Literaturverzeichnis • Abbildungsnachweis • Autorenverzeichnis

Besonderheiten