Praehistoria Thuringica Heft 17 (2026)

17,50 

Der schmalrückige und steile Höhenzug von Hainleite, Schmücke und Finne schließt als eine natürliche Grenze das Thüringer Becken nach Nordosten ab. Er bildet für den Fernverkehr aus südlich-südwestlicher und nordöstlich-nördlicher Richtung – weniger für den Lokalverkehr – ein großes Hindernis. Um dieses zu umgehen, bietet sich mit dem Unstrutdurchbruch bei Sachsenburg ein Paß an, der den Namen ‚Porta Thuringica‘ trägt (auch ‚Sachsenpforte‘, ‚Unstrutpforte‘). Er liegt günstig genug, um über Erfurt mit dem Verkehrskap des Thüringer Waldes bei Eisenach und dem wirtschaftlich wie verkehrstechnisch wichtigen Ostharzvorland und dem Magdeburger Gebiet die kürzeste Verbindung zu ermöglichen. Er ist eine jener Ursachen, die diese Verbindung zu einer geografischen natürlich bedingten ‚Verkehrsleitlinie‘ gestalten. Die Straße, die im Mittelalter durch den Paß führte, ist als ‚Hauptgeleitsstraße‘ bekannt geworden. Das ‚Geleit‘ beanspruchten die Burgherren von Sachsenburg. Durch den Bau der zwei mittelalterlichen Burgen hoch über der Pforte – der Haken- und der Sachsenburg und sicher gab es Vorgängerburgen – zeigt sich noch deutlicher die Bedeutung, die der Paß hatte. Diese ist eigentlich auch für eine dichte und kontinuierliche Besiedlung der Umgebung ausschlaggebend gewesen. Diese soll in der vorliegenden Arbeit von ihren Anfängen in der ausgehenden Alststeinzeit – legen wir uns mit 15 tsd. Jahren v. Z. fest – bis zum frühen Mittelalter verfolgt werden. Als Arbeitsraum wurde die unmittelbare Umgebung der Porta Thuringica gewählt. Er umfaßt die Gemarkungen Odisleben, Heldrungen mit Braunsroda, Oberheldrungen mit Harras und Hauteroda nordöstlich sowie Sachsenburg, Kannawurf, Gorsleben, Etzleben, Hemleben und Beichlingen südwestlich des Hainleite-Schmücke-Höhenzuges. Wir berücksichtigten auch Funde jenseits dieser Gemarkungen…

Inhaltsverzeichnis

Eine neue Einführung

Einleitung

Zur Forschungsgeschichte

Die ur- und frühgeschichtlichen Funde aus dem Gebiet der Porta Thuringica

Paläolithikum

Neolithikum
• Bandkeramik: Linien- und Stichbandkeramik
• Rössener Gruppe
• Salzmünder Gruppe
• Walternienburg-Bernburger Gruppe
• Michelsberger Gruppe
• Die Kugelamphorengruppe
• Schnurkeramik
• Die Glockenbechergruppe
• Allgemein neolithische Funde

Bronzezeit
• Die Aunjetitzer Gruppe
• Horizont der frühen Hügelgräberbronzezeit
• Horizont der späten Hügelgräberbronzezeit
• Urnenfelderzeit (Hallstatt A und B)

Einige Überlegungen zur Bronzezeit im Gebiet von Hainleite und Schmücke

Frühe Eisenzeit (Hallstatt C und D)
• Das Gräberfeld vom Hohnborn bei Bilzingsleben

Latènezeit und augusteische Zeit

Frühe römische Kaiserzeit

Späte römische Kaiserzeit

Völkerwanderungszeit und Karolingische Zeit

Wehrhafte Anlagen aus dem Gebiet der Porta Thuringica

Der Besiedlungsablauf (Zusammenfassung)

Die Bedeutung der Porta Thuringica in ur- und frühgeschichtlicher Zeit bis zum Mittelalter

Zusammenfassung

Katalog

Literatur

Abbildungsnachweis

Tafelteil

Gewicht 353 g
Maße 22 × 15 cm
Bestellnummer

1-15-17

Reihe

Praehistoria Thuringica

ISBN

978-3-95741-273-7

Titel

Praehistoria Thuringica Heft 17

Autor

Hrsg. von D. Mania für die Forschungsgruppe Bilzingsleben – Freundeskreis Mensch und Umwelt im Eiszeitalter

Erscheinungsjahr

Langenweißbach 2026

Technische Angaben

158 Seiten, Beiträge zum Stand der Forschung, reich bebildert, Farbtafeln, 22 x 15 cm, Broschur