Band 67: Paläoumwelt und Genese der mittelpleistozänen Fundstelle Bilzingsleben – Die Mollusken –

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Die Archäologie bedient sich bei der Beantwortung ihrer Fragestellungen und bei der Suche nach Zeugnissen früher menschlicher Betätigungen vor allem naturwissenschaftlicher Hilfsmittel und Methoden. Dies gilt insbesondere für jene Perioden, aus denen uns nur wenige Fundplätze und im Vergleich zu späteren Epochen insgesamt auch wenige materielle Hinterlassenschaften vorliegen. Die Archäologie wird dadurch jedoch nicht selbst zur Naturwissenschaft, sondern ist vordergründig eine Geisteswissenschaft, deren Forschungsobjekt – der Mensch – im Zentrum der Untersuchungen steht. Hierbei sollte aber zur Kenntnis genommen werden, dass der Mensch nicht die Summe seiner materiellen Hinterlassenschaften ist, mit deren Hilfe seine Lebensweise umfassend erklärt werden kann. Der Mensch war zu jeder Zeit ein zielorientiert handelndes Individuum, dessen Gedanken und Wünsche bzw. dessen Intellekt wir heute anhand der gefundenen Objekte nicht im Detail nachvollziehen und unwidersprochen in Worte fassen können, da jeder Erklärungsversuch subjektiv und motivorientiert ist bzw. sein wird. Allerdings erlauben es die vom Menschen erschaffenen und bei guten Erhaltungsbedingungen der Erde wieder entrissenen Gegenstände zurückzublicken, zu versuchen zu verstehen und die Vergangenheit mit dem Wissen einer steten Veränderung und Unberechenbarkeit des Seins zum Leben zu erwecken.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
• Einführung in das Thema
• Problemstellung
• Zielsetzung der Arbeit
• Rekonstruktion von Klima, Paläoumwelt und Genese der Steinrinne
• Lage, Geologie und Geomorphologie des Fundplatzes im unteren Wippertal
• Die Mollusken in den quartären Sedimenten des Fundplatzes
• Bedeutung der Mollusken für die Auswertung quartärer Sedimente
• Die Häufigkeitsverteilung der Mollusken

Geschichte und Forschungsgeschichte der Fundstelle
• Die Forschungsgeschichte des Fundplatzes im Überblick
• Die Mollusken von Bilzingsleben

Material und Methoden

Ergebnisse
• Taxonomie und Systematik der bestimmten Mollusken
• Makroskopische Beschreibung der Schichten
• Der Erhaltungszustand der Mollusken
• Die Häufigkeitsverteilung der bestimmten Arten

Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
• Die Veränderungen in den Molluskenthanatozönosen
• Rekonstruktion von Klima und Vegetation anhand der Molluskenfauna
• Klima und Vegetation anhand weiterer biogener Indikatoren
• Diskussion zu Material und Methoden
• Diskussion zur Erhaltung der Mollusken und Entstehung der Thanatozönosen
• Vergleich zwischen und Ausdeutung von Molluskengemeinschaften
• Zum aktualistischen Vergleich und Ausblicke

Zusammenfassung

Glossar

Literatur

Abbildungs-, Tabellen- und Übersichtenverzeichnis

Anhang

Gewicht 750 g
Größe 30 × 21 cm
Bestellnr

1-1-67

Produktgruppe

Verkaufsprogramm

Reihe

Beiträge UFG Mitteleuropa

Hauptgruppe
Untergruppe

Beiträge UFG Mitteleuropa

ISBN

978-3-941171-46-6

KurzbezTitel

Band 67: Paläoumwelt und Genese der mittelpleistozänen Fundstelle Bilzingsleben – Die Mollusken –

Autor

Dirk Vökler

Erscheinungsjahr

Langenweißbach 2012

TechnischeAbgaben

106 Seiten mit 38 meist farbige Abbildungen und Pläne, 25 Tabellen, 21, 0 x 29, 8 cm, Festeinband

Inhalt

Die Archäologie bedient sich bei der Beantwortung ihrer Fragestellungen und bei der Suche nach Zeugnissen früher menschlicher Betätigungen vor allem naturwissenschaftlicher Hilfsmittel und Methoden. Dies gilt insbesondere für jene Perioden, aus denen uns nur wenige Fundplätze und im Vergleich zu späteren Epochen insgesamt auch wenige materielle Hinterlassenschaften vorliegen. Die Archäologie wird dadurch jedoch nicht selbst zur Naturwissenschaft, sondern ist vordergründig eine Geisteswissenschaft, deren Forschungsobjekt – der Mensch – im Zentrum der Untersuchungen steht. Hierbei sollte aber zur Kenntnis genommen werden, dass der Mensch nicht die Summe seiner materiellen Hinterlassenschaften ist, mit deren Hilfe seine Lebensweise umfassend erklärt werden kann. Der Mensch war zu jeder Zeit ein zielorientiert handelndes Individuum, dessen Gedanken und Wünsche bzw. dessen Intellekt wir heute anhand der gefundenen Objekte nicht im Detail nachvollziehen und unwidersprochen in Worte fassen können, da jeder Erklärungsversuch subjektiv und motivorientiert ist bzw. sein wird. Allerdings erlauben es die vom Menschen erschaffenen und bei guten Erhaltungsbedingungen der Erde wieder entrissenen Gegenstände zurückzublicken, zu versuchen zu verstehen und die Vergangenheit mit dem Wissen einer steten Veränderung und Unberechenbarkeit des Seins zum Leben zu erwecken. Inhaltsverzeichnis Einleitung • Einführung in das Thema • Problemstellung • Zielsetzung der Arbeit • Rekonstruktion von Klima, Paläoumwelt und Genese der Steinrinne • Lage, Geologie und Geomorphologie des Fundplatzes im unteren Wippertal • Die Mollusken in den quartären Sedimenten des Fundplatzes • Bedeutung der Mollusken für die Auswertung quartärer Sedimente • Die Häufigkeitsverteilung der Mollusken Geschichte und Forschungsgeschichte der Fundstelle • Die Forschungsgeschichte des Fundplatzes im Überblick • Die Mollusken von Bilzingsleben Material und Methoden Ergebnisse • Taxonomie und Systematik der bestimmten Mollusken • Makroskopische Beschreibung der Schichten • Der Erhaltungszustand der Mollusken • Die Häufigkeitsverteilung der bestimmten Arten Interpretation und Diskussion der Ergebnisse • Die Veränderungen in den Molluskenthanatozönosen • Rekonstruktion von Klima und Vegetation anhand der Molluskenfauna • Klima und Vegetation anhand weiterer biogener Indikatoren • Diskussion zu Material und Methoden • Diskussion zur Erhaltung der Mollusken und Entstehung der Thanatozönosen • Vergleich zwischen und Ausdeutung von Molluskengemeinschaften • Zum aktualistischen Vergleich und Ausblicke Zusammenfassung Glossar Literatur Abbildungs-, Tabellen- und Übersichtenverzeichnis Anhang

Besonderheiten

Reihe kann abonniert werden.