Band 25: Untersuchungen zur Siedlungsplatzwahl im mitteldeutschen Neolithikum

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Die Bearbeitung der neolithischen Kulturen Mitteldeutschlands kann als sehr weit fortgeschritten bezeichnet werden. Dennoch musste Beier (1994, 360) feststellen, dass der Forschungsstand zum Siedlungswesen nach wie vor nicht befriedigen, auch wenn in jüngerer Zeit einige Siedlungsgrabungen (u.a. Halle-Dölauer Heide, Schalkenburg bei Quenstedt oder Eilsieben) durchgeführt und einige Arbeiten zu Fragen von Siedlungskunde und Besiedlungsgeschichte vorgelegt wurden.
Die archäologisch-kulturellen Gruppierungen im mitteldeutschen Neolithikum wurden auf der Grundlage der Verzierungen auf den einschlägigen Keramikgefäßen zunächst aus stilistischer Sicht definiert. In der Folgezeit wurden die so umschriebenen Gruppen aber immer mehr als „ethnische Gruppen“, „Stämme“ o.ä. aufgefasst. Dass es sich dabei eigentlich nur um Stilgruppen handelte, wurde letztmalig bei Butschkow 1935 („Die bandkeramischen Stilanen Mitteldeutschlands“) deutlich. Erst Ulrich Fischer (1956) untersetzte die inzwischen allgemein verbreitete „umfassendere“ Interpretation dieser Gruppierungen, indem er mit dem Bestattungswesen ein weiteres wichtiges „Kulturelemente“ für die Umschreibung hinzufügte. Zwar wurden in jüngster Zeit (J. Müller 1997a) Zweifel an der Möglichkeit der Zuordnung von bestimmten Bestattungssitten zu einzelnen Kerarnikstilgruppen und damit an der Berechtigung der Behandlung derselben als „archäologisch-kulturelle Gruppierungen“ geäußert. Wenn man aber berücksichtigt, dass neben einer Haupttendenz in den Bestattungssitten natürlich eine gewisse Streubreite vorhanden gewesen ist, so bleibt doch festzustellen, dass wir mit den Keramikstilgruppen ein Indiz für eine Menschengruppe mit stärkerer innerer Kommunikation gegenüber der Kommunikation über die Grenzen der Stilgruppen hinweg fassen können. Die so gewonnene Klassifikation scheint wenigstens grundsätzlich auch durch die Analyse der Bestattungssitten bestätigt zu werden.

Inhaltsverzeichnis:

Kapitel

TEIL 1: TEXT

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung
• Anmerkungen zur Einleitung

Material und Methode
• Abgrenzung des Arbeitsgebietes
• Rekonstruierbarkeit neolithischer Umweltverhältnisse
• Die Aussagefähigkeit des archäologischen Fundmaterials für die Besiedlunsgeschichte
• Das archäologische Fundmaterial
• Methodischer Ansatz zur Klärung der Kriterien der Siedlungsplatzwahl
• Anmerkungen zum Kapitel Material und Methoden

Statistische Analyse
• Einfluss der Ansprüche an die Naturraumausstattung auf die Siedlungsplatzwahl
• Einfluss zeitlich und räumlich benachbarter archäologisch-kultureller Gruppierungen auf die Siedlungsplatzwahl
• Anmerkungen zum Kapitel Statistische Analyse

Die Kriterien der Siedlungsplatzwahl und ihre Entwicklung im mitteldeutschen Neolithikum
• Das Frühneolithikum
• Das Mittelneolithikum
• Das Spätneolithikum
• Zusammenfassung
• Anmerkungen zum Kapitel
• Kriterien der Siedlungsplatzwahl

Die Entwicklung der neolithischen Besiedlung in Mitteldeutschland
• Anmerkungen zum Kapitel
• Entwicklung der neolithischen Besiedlung in Mitteldeutschland

Die Gliederung des mitteldeutschen Neolithikums
• Anmerkung zur Gliederung des mitteldeutschen Neolithikums

TEIL 2: KATALOG

Vorwort

TEIL 3: KARTEN

Erläuterungen zu den Karten

TEIL 4: KARTOGRAMME

Kartogramme I
Vorwort

Kartogramme II
Vorwort

TEIL 5: DIAGRAMME UND LISTEN

Vorwort
Abkürzungen in den Diagrammen und Listen

Gewicht 517 g
Größe 30 × 21 cm
Bestellnr

1-1-25

ISBN

978-3-930036-41-7

KurzbezTitel

Band 25: Untersuchungen zur Siedlungsplatzwahl im mitteldeutschen Neolithikum

Autor

Sven Ostritz

Erscheinungsjahr

Weissbach 2000

Technische Angaben

155 Seiten, über 23 zum Teil farbige Abbildungen, 50 hauptsächlich farbige Karten, Katalog, Tabellen und Listen als CD-Beilage, 21,0 x 29,8 cm, Broschur

Besonderheiten

Reihe kann abonniert werden.