Das Dienstädter Retabel zählt zu den wichtigen Zeugnissen spätmittelalterlicher Kunst in Thüringen und ist bis heute an seinem Bestimmungsort erhalten. Die vorliegende Publikation rekonstruiert seine arbeitsteilige Entstehung. Auf Grundlage kunsttechnologischer Untersuchungen werden Retabelarchitektur, Bildschnitzerei, Fassung und Tafelmalerei als eng verzahnte Gemeinschaftsleistung der an seiner Herstellung beteiligten Gewerke nachvollziehbar. Die Ergebnisse ermöglichen eine Neubewertung seiner kunsthistorischen Einordnung und zeigen regionale Werkstattzusammenhänge auf. Zugleich wird die wechselvolle Geschichte des Retabels nachgezeichnet – von seiner Vollendung über die Reformation, die Einlagerung und seine Wiederentdeckung bis zu den Restaurierungen des 20. Jahrhunderts.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Forschungsstand
Überlieferung der Objektgeschichte
Kunsttechnologische Befunde
• Retabelkonstruktion
• Bildschnitzerei
• Fassung
• Tafelmalerei
• Beobachtungen zur Zusammenarbeit der Gewerke
Zur Einordnung des Retabels
• Lokale Bezüge der polychromen Fassung nach Saalfeld
• Exkurs zur Werkstatt Valentin Lendenstreichs
• Die Beteiligung mehrerer Maler an den Tafelgemälden
• Der Einfluss des Meisters HW auf die Bildschnitzerei des Dienstädter Retabels
• Das Dienstädter Retabel im konstruktiven Vergleich mit Saalfelder Werken
Fazit
Dank
Quellen
Literatur
Abbildungsnachweis
Abkürzungen





