Die Kuckenburg bei Esperstedt im Saalekreis, Sachsen-Anhalt, liegt etwa 6 km nordöstlich von Querfurt und 150 m nordöstlich des Ortes Kuckenburg oberhalb der Weida auf einem beeindruckenden Spornplateau, dem Kranzberg, der allein schon aus topografischen Gründen zur Anlage einer Höhensiedlung prädestiniert ist. Der Muschelkalksporn wird auf drei Seiten vom Weidabach umflossen, das Grundsubstrat besteht aus einem Schwarzerdeboden, der dem anstehenden Löss aufgelagert und sehr fruchtbar von höchster Bodengüte ist.
Die Kuckenburg ist bereits seit dem 19. Jahrhundert als vor- und frühgeschichtlicher Fundplatz bekannt, und noch um 1900 konnten Trocken- und Mörtelmauern auf dem Bergsporn beobachtet werden. Seit einigen Jahren untersucht die Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie zeitweise mit dem Museum Burg Querfurt die Höhensiedlung in einem Projekt mittels Ausgrabungen. Die Grabungsleitung vor Ort hatten 2005 und 2007 Frau C. Schmidt, ab 2009 Herr E. Paust, 2020 zusammen mit Herrn F. Schneider, ab 2021 F. Schneider inne. Ziel ist es, die vor- und frühgeschichtliche Struktur, Funktion und Bedeutung der Höhensiedlung/Burg mit Befestigung und Innenbebauung sowie ihr Umfeld zu erforschen.
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Die Kuckenburg in der Spätbronzezeit
• Umfeld, Zentralort
• Höhensiedlung – Burg und Kult
• Ergebnisse der Grabungen 2005–2020: Bestattungen in Siedlungsgruben und Blockbergung
• Archäozoologie: späte Bronzezeit
• Ergebnisse der Grabungen 2021–2025
• Spätbronzezeit in Mitteldeutschland und Mitteleuropa, 1300–800 v. Chr.
Die frühmittelalterliche Kuckenburg
• Burgen des Hersfelder Zehntverzeichnisses
• Die Kuckenburg der karolingisch-ottonischen Zeit (Vorburg, Hauptburg, Palast, Kirche oder beides)
Abbildungsnachweise/Autorenabkürzungen
Literaturauswahl für weiterführende Lektüre





