Band 12: Die Nutzung des Wasserweges zur Versorgung der römischen Militärlager an der Lippe.

25,00 

Herr Oberst a.D. E. Bremer ist mit dem Thema seiner Arbeit über die Lippeschiffahrt in römischer Zeit, die er der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität, Bonn, 1997 als Magisterarbeit vorgelegt hat, einer alten Tradition gefolgt. Hatte doch der preußische Major F. W. Schmidt I bereits im Jahre 1838 mit dem Blick eines logistisch geschulten Generalstabsoffiziers die Bedeutung der Lippe als Nachschubtrasse für die in den Jahren um Christi Geburt von Castra Vetera bei Xanten aus nach Osten vordringenden Legionen erkannt und im Zuge seiner Geländebegehungen tatsächlich ein römisches Lager entdeckt: das Lager auf dem Annaberg bei Haltern an der Lippe. Unsicher war zu dieser Zeit allerdings noch, wie man sich den Warentransport auf diesem verhältnismäßig kleinen Fluß vorzustellen hatte. Es ist das Verdienst des Autors, in seinem interdisziplinären Ansatz, der neben den archäologischen und historischen auch die schiffbautechnischen Forschungen sowie die geologischen und hydrologischen Verhältnisse im Lippetal einbezieht, konkrete Ergebnisse zu dieser Frage erarbeitet zu haben.

Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkung

1 Die römischen Militärlager an der Lippe und ihr Versorgungsbedarf
1.1 Strategische Situation und Datierung der Lager
1.2 Die Lager und ihre Position zum Fluß
1.2.1 Oberaden und Beckinghausen
1.2.2 Haltern und Anreppen
1.2.3 Holsterhausen
1.2.4 Sonstige Lager
1.2.5 Zusammenfassung
1.3 Zur Versorgung der römischen Truppen
1.3.1 Quellen und Befunde
1.3.2 Nachschubbedarf an Getreide
1.3.3 Transportmittel und -wege

2 Die Lippe
2.1 Vom Naturfluß zum Gewässer der intensiv genutzten Kulturlandschaft
2.1.1 Zur Geologie des Lippetals
2.1.2 Nutzung der Lippe bis zum 19. Jahrhundert
2.1.3 Schiffbarmachung im 19. Jahrhundert
2.1.4 Veränderungen des Lippetals im 20. Jahrhundert
2.2 Wasserführung
2.2.1 Klimatische Bedingungen
2.2.2 Flußsystem
2.2.3 Extreme Wasserstände
2.3 Schiffahrtshindernisse im des natürlichen Flusses
2.3.1 Flußschleifen
2.3.2 Bäume, Sträucher und versumpfte Ufer
2.3.3 Sand- und Kiesbänke
2.3.4 Steinbänke, Mergelklippen und Felsen
2.4 Geologischer EXkurs zu den Kalkstein- und Mergelbänken
2.5 Folgerungen für die Abmessungen römischer Schiffe

3 Der Rhein im Bereich der Lippemündung
3.1 Lage des Rheinlaufes im 1. Jahrhundert
3.2 Gewässerdaten des Niederrheins zwischen Wesel und Emmerich

4 Römische Binnenschiffe im Rheingebiet
4.1 Zu Forschung und Forschungsstand
4.2 Lastkähne in Prahmform
4.2.1 Das Schiffswrack von Abbeville
4.2.2 Die Funde von Zwammerdam
4.2.3 Mainz-Kappelhof, Prahm 1
4.2.4 Weitere Funde
4.2.5 Ergänzung der Merkmale des Typs Zwammerdam
4.2.6 Bildliche Darstellungen von Lastkähnen des Typs Zwammerdam
4.3 Zum Betrieb römischer Lastkähne und Fähren
4.3.1 Segeln
4.3.2 Staken
4.3.3 Treideln
4.3.4 Rudern und Steuern
4.3.5 Transportgefäße und ihre Handhabung

5 Skizze einer hypothetischen frühkaiserzeitlichen Lastschiffahrt zur Versorgung der Lippelager
5.1 Direkte und indirekte Nachweise
5.2 Ablauf der Versorgungstransporte
5.3 Überlegungen zur Transportkapazität
5.4 Zur Übertragbarkeit des Verfahrens

Anhang 1:
• Erwägungen und Untersuchungen zum Lauf von Lippe und Seseke im Raum des Lagers Oberaden
Anhang 2:
• Überlegungen zu Funktion und Zeitstellung des Uferkastells Beckinghausen

Literatur- und Kartenverzeichnis
• Literaturverzeichnis
• Literatur zu römerzeitlichen Schiffsfunden in Europa
• Verzeichnis der verwendeten Karten, Pläne und Schnitte

Beilagen 1 u. 2:
Karte der Gegend an beiden Ufern der Lippe von Paderborn bis unterhalb Hamm sowie von Lünen bis Wesel, hg. v. Le Coq

Gewicht 728 g
Bestellnr

7-6-12

Produktgruppe

Verlagsprogramm

Reihe

Archäologie Westfalen

Hauptgruppe

Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen

Untergruppe

Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen

ISBN

978-3-402050-37-8

KurzbezTitel

Band 12: Die Nutzung des Wasserweges zur Versorgung der römischen Militärlager an der Lippe.

Autor

Eckhard Bremer — Herausgeber: Bendix Trier

Erscheinungsjahr

Münster 2001

TechnischeAbgaben

111 Seiten, viele Abbildungen in Farbe und s/w, Beiträge zum Stand der Forschungen, Tabellen und Abbildungsnachweise, 2 Beilagen (Karte West- und Ostteil), 30, 3 x 21, 6 x 1, 1 cm, Festeinband

Inhalt

Herr Oberst a.D. E. Bremer ist mit dem Thema seiner Arbeit über die Lippeschiffahrt in römischer Zeit, die er der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität, Bonn, 1997 als Magisterarbeit vorgelegt hat, einer alten Tradition gefolgt. Hatte doch der preußische Major F. W. Schmidt I bereits im Jahre 1838 mit dem Blick eines logistisch geschulten Generalstabsoffiziers die Bedeutung der Lippe als Nachschubtrasse für die in den Jahren um Christi Geburt von Castra Vetera bei Xanten aus nach Osten vordringenden Legionen erkannt und im Zuge seiner Geländebegehungen tatsächlich ein römisches Lager entdeckt: das Lager auf dem Annaberg bei Haltern an der Lippe. Unsicher war zu dieser Zeit allerdings noch, wie man sich den Warentransport auf diesem verhältnismäßig kleinen Fluß vorzustellen hatte. Es ist das Verdienst des Autors, in seinem interdisziplinären Ansatz, der neben den archäologischen und historischen auch die schiffbautechnischen Forschungen sowie die geologischen und hydrologischen Verhältnisse im Lippetal einbezieht, konkrete Ergebnisse zu dieser Frage erarbeitet zu haben. Inhaltsverzeichnis: Vorbemerkung 1 Die römischen Militärlager an der Lippe und ihr Versorgungsbedarf 1.1 Strategische Situation und Datierung der Lager 1.2 Die Lager und ihre Position zum Fluß 1.2.1 Oberaden und Beckinghausen 1.2.2 Haltern und Anreppen 1.2.3 Holsterhausen 1.2.4 Sonstige Lager 1.2.5 Zusammenfassung 1.3 Zur Versorgung der römischen Truppen 1.3.1 Quellen und Befunde 1.3.2 Nachschubbedarf an Getreide 1.3.3 Transportmittel und -wege 2 Die Lippe 2.1 Vom Naturfluß zum Gewässer der intensiv genutzten Kulturlandschaft 2.1.1 Zur Geologie des Lippetals 2.1.2 Nutzung der Lippe bis zum 19. Jahrhundert 2.1.3 Schiffbarmachung im 19. Jahrhundert 2.1.4 Veränderungen des Lippetals im 20. Jahrhundert 2.2 Wasserführung 2.2.1 Klimatische Bedingungen 2.2.2 Flußsystem 2.2.3 Extreme Wasserstände 2.3 Schiffahrtshindernisse im des natürlichen Flusses 2.3.1 Flußschleifen 2.3.2 Bäume, Sträucher und versumpfte Ufer 2.3.3 Sand- und Kiesbänke 2.3.4 Steinbänke, Mergelklippen und Felsen 2.4 Geologischer EXkurs zu den Kalkstein- und Mergelbänken 2.5 Folgerungen für die Abmessungen römischer Schiffe 3 Der Rhein im Bereich der Lippemündung 3.1 Lage des Rheinlaufes im 1. Jahrhundert 3.2 Gewässerdaten des Niederrheins zwischen Wesel und Emmerich 4 Römische Binnenschiffe im Rheingebiet 4.1 Zu Forschung und Forschungsstand 4.2 Lastkähne in Prahmform 4.2.1 Das Schiffswrack von Abbeville 4.2.2 Die Funde von Zwammerdam 4.2.3 Mainz-Kappelhof, Prahm 1 4.2.4 Weitere Funde 4.2.5 Ergänzung der Merkmale des Typs Zwammerdam 4.2.6 Bildliche Darstellungen von Lastkähnen des Typs Zwammerdam 4.3 Zum Betrieb römischer Lastkähne und Fähren 4.3.1 Segeln 4.3.2 Staken 4.3.3 Treideln 4.3.4 Rudern und Steuern 4.3.5 Transportgefäße und ihre Handhabung 5 Skizze einer hypothetischen frühkaiserzeitlichen Lastschiffahrt zur Versorgung der Lippelager 5.1 Direkte und indirekte Nachweise 5.2 Ablauf der Versorgungstransporte 5.3 Überlegungen zur Transportkapazität 5.4 Zur Übertragbarkeit des Verfahrens Anhang 1: • Erwägungen und Untersuchungen zum Lauf von Lippe und Seseke im Raum des Lagers Oberaden Anhang 2: • Überlegungen zu Funktion und Zeitstellung des Uferkastells Beckinghausen Literatur- und Kartenverzeichnis • Literaturverzeichnis • Literatur zu römerzeitlichen Schiffsfunden in Europa • Verzeichnis der verwendeten Karten, Pläne und Schnitte Beilagen 1 u. 2: Karte der Gegend an beiden Ufern der Lippe von Paderborn bis unterhalb Hamm sowie von Lünen bis Wesel, hg. v. Le Coq

Besonderheiten