Band 5: Das Weimarer Luthertriptychon von 1572. Sein konfessionspolitischer Kontext und sein Maler Veit Thiem

9,90 

Aus dem Vorwort von Steffen Michel:
Die vorliegende Studie, die zunächst von kunsthistorischen Fragestellungen ausgeht, führt hinein in die Welt des beginnenden konfessionellen Zeitalters, in der Luther gerade für die Ernestiner eine Identifikationsfigur darstellte. Luther und seine Landesherren – hier ist an Friedrich den Weisen, Johann den Beständigen und Johann Friedrich den Großmütigen zu erinnern – bilden in der lutherischen Erinnerungskultur eine Einheit. Die drei Herzöge werden deshalb gern als Reformationsfürsten bezeichnet. Auch wenn dieses Bild bereits zu Luthers Lebzeiten geformt wurde, erhielt es seine dauerhafte Prägung erst nach Luthers Tod. Gerade die Söhne Johann Friedrichs – Johann Friedrich der Mittlere, Johann Wilhelm und Johann Friedrich der Jüngere – beförderten die Festschreibung dieses historischen Bildes. Sie beanspruchten das Erbe Luthers und damit auch die »richtige« Interpretation seiner Werke für sich und ihre Theologen. Deshalb nutzen sie jede Gelegenheit, um diesen Anspruch nach außen deutlich darzustellen, wie der Cranachaltar in der Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul eindringlich vor Augen führt. In diesen konfessionspolitischen Kontext gehört ebenfalls das Weimarer Luthertriptychon.
Der Autorin Helga Hoffmann ist es durch tiefgehende und gründliche Quellenrecherchen gelungen, die fremde Welt der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts etwas durchsichtiger zu machen.

Inhaltsverzeichnis:

GELEITWORT VON STEFAN MICHEL
VORWORT

TEIL I: DAS LUTHER-TRIPTYCHON IN DER STADTKIRCHE WEIMAR
• Vorlagen, Texte
• Luthers Sterbegebet
• Der gereimte Lebenslauf Luthers
• Zur Provenienz
• Herzog Johann Wilhelm: Der Initiator des Triptychons
• Die Flügelaußenseiten

TEIL II: VEIT THIEM. LEBEN UND WERKE
• Ein Epitaph für Franz und Margaretha Thiem
• Verlorene Werke
• Das Epitaph Brassica
• Das Triptychon in Oberweimar
• Die Illuminierung einer Pergamentbibel
• Das „Teufelsmännlein“
• Zweifelhafte und abzuschreibende Werke: Epitaphien in Eisleben und Leipzig

Abkürzungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Personenregister
Abbildungsverzeichnis
Bildnachweis

Gewicht 750 g
Bestellnr

1-18-05

Produktgruppe

Verkaufsprogramm

Reihe

Kunst- und Kirchengeschichte

Hauptgruppe

Beiträge zur Thüringischen Kirchengeschichte Neue Folge

Untergruppe

Beiträge zur Thüringischen Kirchengeschichte Neue Folge

ISBN

978-3-95741-029-0, ISSN 1860-0344

KurzbezTitel

Band 5: Das Weimarer Luthertriptychon von 1572. Sein konfessionspolitischer Kontext und sein Maler Veit Thiem

Autor

Helga Hoffmann

Erscheinungsjahr

Erfurt & Langenweißbach 2015

TechnischeAbgaben

95 S., 41 Abbildungen, komplett farbig, 14, 8 x 21, 0 cm, Klappbroschur

Inhalt

Aus dem Vorwort von Steffen Michel: Die vorliegende Studie, die zunächst von kunsthistorischen Fragestellungen ausgeht, führt hinein in die Welt des beginnenden konfessionellen Zeitalters, in der Luther gerade für die Ernestiner eine Identifikationsfigur darstellte. Luther und seine Landesherren – hier ist an Friedrich den Weisen, Johann den Beständigen und Johann Friedrich den Großmütigen zu erinnern – bilden in der lutherischen Erinnerungskultur eine Einheit. Die drei Herzöge werden deshalb gern als Reformationsfürsten bezeichnet. Auch wenn dieses Bild bereits zu Luthers Lebzeiten geformt wurde, erhielt es seine dauerhafte Prägung erst nach Luthers Tod. Gerade die Söhne Johann Friedrichs – Johann Friedrich der Mittlere, Johann Wilhelm und Johann Friedrich der Jüngere – beförderten die Festschreibung dieses historischen Bildes. Sie beanspruchten das Erbe Luthers und damit auch die »richtige« Interpretation seiner Werke für sich und ihre Theologen. Deshalb nutzen sie jede Gelegenheit, um diesen Anspruch nach außen deutlich darzustellen, wie der Cranachaltar in der Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul eindringlich vor Augen führt. In diesen konfessionspolitischen Kontext gehört ebenfalls das Weimarer Luthertriptychon. Der Autorin Helga Hoffmann ist es durch tiefgehende und gründliche Quellenrecherchen gelungen, die fremde Welt der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts etwas durchsichtiger zu machen. Inhaltsverzeichnis: GELEITWORT VON STEFAN MICHEL VORWORT TEIL I: DAS LUTHER-TRIPTYCHON IN DER STADTKIRCHE WEIMAR • Vorlagen, Texte • Luthers Sterbegebet • Der gereimte Lebenslauf Luthers • Zur Provenienz • Herzog Johann Wilhelm: Der Initiator des Triptychons • Die Flügelaußenseiten TEIL II: VEIT THIEM. LEBEN UND WERKE • Ein Epitaph für Franz und Margaretha Thiem • Verlorene Werke • Das Epitaph Brassica • Das Triptychon in Oberweimar • Die Illuminierung einer Pergamentbibel • Das „Teufelsmännlein“ • Zweifelhafte und abzuschreibende Werke: Epitaphien in Eisleben und Leipzig Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis Personenregister Abbildungsverzeichnis Bildnachweis

Besonderheiten

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