Heft 14: Kleindenkmale in Sachsen-Anhalt

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Der Stein hat in der Kulturgeschichte des Menschen eine besondere Stellung eingenommen. Im Hinblick auf seine Dauerhaftigkeit, seine natürlichen Formen und Farben und die Möglichkeiten der Formgebung war der Stein schon immer ein begehrter Werkstoff. Gerade die Dauerhaftigkeit ist es, die ihn von anderen natürlichen Werkstoffen unterscheidet. Nicht umsonst ist er mit dem abstrakten Begriff der Ewigkeit verbunden. Denn Menschen, die einen Stein aufstellten, verbanden damit die Erwartung, dass dieser bis in alle Ewigkeit stehen möge.
Ganz bewusst wird in diesem Heft, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht auf Gedenksteine eingegangen, die aus einem konkreten Anlass aufgestellt wurden. Sie erklären sich meist selbst durch die entsprechenden Inschriften. Vielmehr soll der Blick auf Steine gerichtet werden, die oft wenig beachtet in der Landschaft stehen. Für diese Gruppe von Steinen wurde der Begriff Kleindenkmal als terminus technicus geprägt. Kleindenkmale sind als Denkmalgruppe nicht genau definiert, was auch die Zuordnung einzelner Steine erschwert. Gerade sie sind es, die gefährdet sind, weil sich der Grund für ihre Aufstellung und ihre Funktion nicht sofort dem Betrachter erschließen.
Deshalb wurden und werden sie beseitigt oder zweckentfremdet. Mit jedem verlorenen Stein beraubt sich die Gesellschaft ihrer historischen Zeugen. Während geschichtlich relevante Akten sorgfältig in Archiven gehütet werden, sind historische Steine in der Landschaft eine Art Freiwild für jedermann. Dabei sind auch Behörden nicht ausgenommen. Die manchmal gut gemeinte Art der Verwahrung in Museen macht keinen Sinn, denn die meisten Steine erfüllen ihre Funktion nur im Umfeld der sie umgebenden Landschaft.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort

2. Einführung

3. Kleindenkmale mit kultischer und/oder religiöser Bedeutung
• Menhire
• Bildsteine
• Kreuzsteine und Steinkreuze
• Schälchen- und Näpfchensteine, Wetzrillen
• Nagelsteine
• Teufelssteine
• Betsäulen, Bildstöcke

4. Kleindenkmale mit Rechtsfunktionen
• Steine als Attribute mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Gerichtsstätten
• Bauernsteine – dörfliche Gerichtsstätten des ausgehenden Mittelalters
• Heiße Steine
• Rote Steine, Breite Steine, Graue Steine, Weiße Steine
• Brautsteine
• Galgenberge und Galgensäulen
• Halseisen und Pranger
• Das Setzen von Steinkreuzen als Sühnekreuze – Ursachen und Hintergründe
• Grenzsteine
• Delinquentensteine, Blaue Steine
• Koppelsteine
• Landwehren
• Meilensteine – Rechtssteine des 19. Jhs. mit hoheitlichen Funktionen
• Wegweisersteine

5. Straßenbaudenkmale – Denkmale des Kunststraßenbaus

6. Literaturauswahl

Quellen/ Abbildungsnachweis/ Autoren

Gewicht 228 g
Bestellnr

4-3-14

Produktgruppe

Verkaufsprogramm

Reihe

Archäologie Sachsen-Anhalt

Hauptgruppe

Kleine Hefte zur Archäologie in Sachsen-Anhalt

Untergruppe

Kleine Hefte zur Archäologie in Sachsen-Anhalt

ISBN

978-3-944507-37-8

KurzbezTitel

Heft 14: Kleindenkmale in Sachsen-Anhalt

Autor

Wernfried Fieber, Udo Münnich & Bodo Wemhöner – Herausgeber: Harald Meller, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Erscheinungsjahr

Halle (Saale) 2017

TechnischeAbgaben

68 Seiten, 61 farbige Abbildungen, Klappbroschur, 16, 0 x 24, 0 cm

Inhalt

Der Stein hat in der Kulturgeschichte des Menschen eine besondere Stellung eingenommen. Im Hinblick auf seine Dauerhaftigkeit, seine natürlichen Formen und Farben und die Möglichkeiten der Formgebung war der Stein schon immer ein begehrter Werkstoff. Gerade die Dauerhaftigkeit ist es, die ihn von anderen natürlichen Werkstoffen unterscheidet. Nicht umsonst ist er mit dem abstrakten Begriff der Ewigkeit verbunden. Denn Menschen, die einen Stein aufstellten, verbanden damit die Erwartung, dass dieser bis in alle Ewigkeit stehen möge. Ganz bewusst wird in diesem Heft, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht auf Gedenksteine eingegangen, die aus einem konkreten Anlass aufgestellt wurden. Sie erklären sich meist selbst durch die entsprechenden Inschriften. Vielmehr soll der Blick auf Steine gerichtet werden, die oft wenig beachtet in der Landschaft stehen. Für diese Gruppe von Steinen wurde der Begriff Kleindenkmal als terminus technicus geprägt. Kleindenkmale sind als Denkmalgruppe nicht genau definiert, was auch die Zuordnung einzelner Steine erschwert. Gerade sie sind es, die gefährdet sind, weil sich der Grund für ihre Aufstellung und ihre Funktion nicht sofort dem Betrachter erschließen. Deshalb wurden und werden sie beseitigt oder zweckentfremdet. Mit jedem verlorenen Stein beraubt sich die Gesellschaft ihrer historischen Zeugen. Während geschichtlich relevante Akten sorgfältig in Archiven gehütet werden, sind historische Steine in der Landschaft eine Art Freiwild für jedermann. Dabei sind auch Behörden nicht ausgenommen. Die manchmal gut gemeinte Art der Verwahrung in Museen macht keinen Sinn, denn die meisten Steine erfüllen ihre Funktion nur im Umfeld der sie umgebenden Landschaft. Inhaltsverzeichnis: 1. Vorwort 2. Einführung 3. Kleindenkmale mit kultischer und/oder religiöser Bedeutung • Menhire • Bildsteine • Kreuzsteine und Steinkreuze • Schälchen- und Näpfchensteine, Wetzrillen • Nagelsteine • Teufelssteine • Betsäulen, Bildstöcke 4. Kleindenkmale mit Rechtsfunktionen • Steine als Attribute mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Gerichtsstätten • Bauernsteine – dörfliche Gerichtsstätten des ausgehenden Mittelalters • Heiße Steine • Rote Steine, Breite Steine, Graue Steine, Weiße Steine • Brautsteine • Galgenberge und Galgensäulen • Halseisen und Pranger • Das Setzen von Steinkreuzen als Sühnekreuze – Ursachen und Hintergründe • Grenzsteine • Delinquentensteine, Blaue Steine • Koppelsteine • Landwehren • Meilensteine – Rechtssteine des 19. Jhs. mit hoheitlichen Funktionen • Wegweisersteine 5. Straßenbaudenkmale – Denkmale des Kunststraßenbaus 6. Literaturauswahl Quellen/ Abbildungsnachweis/ Autoren

Besonderheiten