Beiheft 23: Umbruch 1945? Die prähistorische Archäologie in ihrem politischen und wissenschaftlichen Kontext (Workshop vom 24. bis. 26. September 2009)

22,50 

Im Jahr 2007 begann die Zusammenarbeit des sächsischen Landesamtes für Archäologie mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden zum Thema „Archäologie im politischen Diskurs. Ethnische Interpretationen prähistorischer Bodendenkmale in Sachsen, Böhmen und Schlesien zwischen 1918 und 1989“. Das vorliegende Buch enthält die Vorträge eines Workshops, der vom 24. bis 26. September 2009 stattfand und sich mit forschungsgeschichtlichen Fragestellungen aus der bislang wenig beachteten Zeit nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft 1945 auseinandersetzte. Beiträge: Regina Smolnik: Vorwort – Judith Schachtmann und Thomas Widera: 1945 – eine wissenschaftliche Zäsur in der Vor- und Frühgeschichtsforschung? – Dana Schlegelmilch: Gero von Merharts Rolle in den Entnazifizierungsverfahren belasteter“ Archäologen – Dirk Mahsarski: Von der „germanischen Stadt der Frühzeit“ zum „Handelsplatz der Wikingerzeit“. Herbert Jankuhns Rückkehr in den Wissenschaftsbetrieb – Roman Grabolle und Jan Jeskow: Gotthard Neumann (1902–1972): Vom Vorgeschichtsprofessor zum Waldarbeiter und zurück. Entnazifizierung, Wiedereinstellung und Reintegration an der Universität Jena in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR – Michael Strobel: Vom Ostforscher im Generalgouvernement zum Träger der Johannes-R.-Becher-Medaille in Gold. Die Karriere des Prähistorikers Werner Radig (1903–1985) in der DDR – Sebastion Heber: Wilhelm Unverzagt. Neuanfang nach 1945!? – Timo Saalmann: Den Verlust erinnern. Die prähistorische Sammlung der Berliner Museen nach 1945 – Jasper von Richthofen: Kriegsverlust und Beutekunst. Der schwierige Umgang mit kriegsverlagerten Kulturgütern am Beispiel des Kulturhistorischen Museums Görlitz – Katharina Krall: Die prähistorische Archäologie in Singen am Hohentwiel und im Hegau vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Provenienzforschung im Hegau-Museum – Judith Schachtmann: Das Wirken Walter Frenzels in den Jahren 1936 bis 1941 und seine Rolle bei der Verschleppung der Ethnographischen Sammlung £ódŸ – Susanne Grunwald: Berliner Konzeptionen und sächsische Realitäten. Archäologische Burgwallforschung in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR zwischen 1945 und 1965 – Thomas Widera: Wissenschaft oder Mission? Die Aufbauarbeit des sächsischen Landesmuseums und des Landesamtes für Vorgeschichte im kulturpolitischen Umfeld der Nachkriegszeit – Marie Vigener: „Schäbigste Opportunität und Charakterschwäche?“ Nachkriegssituation und die Diskussion um Mitgliederstreichungen beim Deutschen Archäologischen Institut 1938/39 und 1953 Ulrich Müller: Geopolitik und Geofaktoren. Der limes Saxoniae und seine Bewertung im 20. Jahrhundert – Autorenverzeichnis – Abbildungsnachweis

Gewicht 250 g
Bestellnr

5-4-B23

Produktgruppe

Verkaufsprogramm

Reihe

Archäologie Sachsen

Hauptgruppe

Beihefte der Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege

Untergruppe

Beihefte der Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege

ISBN
KurzbezTitel

Beiheft 23: Umbruch 1945? Die prähistorische Archäologie in ihrem politischen und wissenschaftlichen Kontext (Workshop vom 24. bis. 26. September 2009)

Autor

Hrsg. R. Smolnik

Erscheinungsjahr

Dresden 2012

TechnischeAbgaben

156 Seiten, 14 Beiträge mit zahlreichen Abbildungen, 21 x 28 cm, broschiert

Inhalt

Im Jahr 2007 begann die Zusammenarbeit des sächsischen Landesamtes für Archäologie mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e. V. an der TU Dresden zum Thema „Archäologie im politischen Diskurs. Ethnische Interpretationen prähistorischer Bodendenkmale in Sachsen, Böhmen und Schlesien zwischen 1918 und 1989“. Das vorliegende Buch enthält die Vorträge eines Workshops, der vom 24. bis 26. September 2009 stattfand und sich mit forschungsgeschichtlichen Fragestellungen aus der bislang wenig beachteten Zeit nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft 1945 auseinandersetzte. Beiträge: Regina Smolnik: Vorwort – Judith Schachtmann und Thomas Widera: 1945 – eine wissenschaftliche Zäsur in der Vor- und Frühgeschichtsforschung? – Dana Schlegelmilch: Gero von Merharts Rolle in den Entnazifizierungsverfahren belasteter“ Archäologen – Dirk Mahsarski: Von der „germanischen Stadt der Frühzeit“ zum „Handelsplatz der Wikingerzeit“. Herbert Jankuhns Rückkehr in den Wissenschaftsbetrieb – Roman Grabolle und Jan Jeskow: Gotthard Neumann (1902–1972): Vom Vorgeschichtsprofessor zum Waldarbeiter und zurück. Entnazifizierung, Wiedereinstellung und Reintegration an der Universität Jena in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR – Michael Strobel: Vom Ostforscher im Generalgouvernement zum Träger der Johannes-R.-Becher-Medaille in Gold. Die Karriere des Prähistorikers Werner Radig (1903–1985) in der DDR – Sebastion Heber: Wilhelm Unverzagt. Neuanfang nach 1945!? – Timo Saalmann: Den Verlust erinnern. Die prähistorische Sammlung der Berliner Museen nach 1945 – Jasper von Richthofen: Kriegsverlust und Beutekunst. Der schwierige Umgang mit kriegsverlagerten Kulturgütern am Beispiel des Kulturhistorischen Museums Görlitz – Katharina Krall: Die prähistorische Archäologie in Singen am Hohentwiel und im Hegau vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Provenienzforschung im Hegau-Museum – Judith Schachtmann: Das Wirken Walter Frenzels in den Jahren 1936 bis 1941 und seine Rolle bei der Verschleppung der Ethnographischen Sammlung £ódŸ – Susanne Grunwald: Berliner Konzeptionen und sächsische Realitäten. Archäologische Burgwallforschung in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR zwischen 1945 und 1965 – Thomas Widera: Wissenschaft oder Mission? Die Aufbauarbeit des sächsischen Landesmuseums und des Landesamtes für Vorgeschichte im kulturpolitischen Umfeld der Nachkriegszeit – Marie Vigener: „Schäbigste Opportunität und Charakterschwäche?“ Nachkriegssituation und die Diskussion um Mitgliederstreichungen beim Deutschen Archäologischen Institut 1938/39 und 1953 Ulrich Müller: Geopolitik und Geofaktoren. Der limes Saxoniae und seine Bewertung im 20. Jahrhundert – Autorenverzeichnis – Abbildungsnachweis

Besonderheiten