Heft 3: Hus un Hoff Wohnbauten im mittelalterlichen Stralsund

10,00 

Wenn Häuser sprechen könnten, dann hätten sie viel zu erzählen …

Mit dem vorliegenden dritten Heft aus der Schriftenreihe ‘Stralsunder Denkmale’ will die Untere Denkmalschutzbehörde der Hansestadt Stralsund auf einen Teil des reichen baulichen und kulturellen Erbes aufmerksam machen, der bis in die Gegenwart prägend für die Stralsunder Altstadt ist – die mittelalterlichen Bürgerbauten.
Neben dem mittelalterlichen Stadtgrundriss, den eindrucksvollen Kirchen und Stadtklöstern sowie den Fragmenten der einst mächtigen Stadtbefestigung gehören die mittelalterlichen Bürgerhäuser zu den wesentlichen erhaltenen Zeugnissen hansischer Baukultur, deren Typologie noch heute trotz mancher baulichen Veränderungen teilweise für den Laien, oft aber nur für den Bauforscher ablesbar geblieben ist.
Anhand der fiktiven Gestalt des Jacob Runghe und der tatsächlich überlieferten baulichen, schriftlichen und archäologischen Spuren soll in diesem Heft ein Streifzug durch das spätmittelalterliche Stralsund mit seinen „schmalen und tiefen Grundstücken und den auf ihnen errichteten Häusern mit ihren hohen Dächern und den zur Straße gerichteten stolzen Giebeln“ (Karl Hauke), mit seinen Buden und Gängen unternommen werden. Dabei kann Vieles auf Grund von Umbauten, Zerstörungen und Veränderungen nur hypothetisch bleiben oder erschließt sich lediglich über Vergleiche mit Befunden aus benachbarten Hansestädten. An dieser Stelle sollen die backsteinernen bürgerlichen Profanbauten der Zeit von etwa l300 bis 1520, ungefähr jener auch als Gotik bezeichneten Epoche, vorgestellt werden. Adlige oder klerikale Wohnbauten, wie beispielsweise der heute noch unter dem Namen „Kramerkompanie“ bekannte Hof der Herren von der Osten in der Schillstraße, müssen deshalb unberücksichtigt bleiben. Die vorhergehende, meist hölzerne Bebauung als Teil des archäologischen Erbes soll in einem der nachfolgenden Hefte der Schriftenreihe Stralsunder Denkmäler behandelt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Einleitung (G. Möller)

Stralsunds mittelalterliches Erbe (G. Möller)
Die Haustypen im spätmittelalterlichen Stralsund (G. Müller)
Feuerstellen und Heizen im mittelalterlichen Bürgerhaus (C. Hoffmann)
Hof und Hofbebauung (G. Mölller)
Buden und Gänge (C. Hoffmann / G. Möller)
Mittelalterliche Hausnamen (G. Möller)
Schlusswort (G. Möller)

Exkurs:
• Vergessen, abgerissen, ausgegraben – die mittelalterlichen Hafenschmieden in Stralsund (B. Kulessa)

Anhang 1
• Bruchstück einer Hausbeschreibung aus dem frühen 16. Jahrhundert

Anhang 2
• Senlower Straße 33, Auszug aus der Schwedischen Matrikelaufnahme von 1706/07

Anhang 3
• Mittelniederdeutsche Bezeichnungen zum Haus aus dem Stralsunder Vokabular, 15. Jahrhundert

Anhang 4
• Dendrochronolgische Datierung mittelalterlicher Bürgerhäuser in Stralsund

Glossar
Literaturliste
Abbildungsverzeichnis
Impressum

Gewicht 253 g
Größe 21 × 21 cm
Bestellnr

2-1-114

ISBN

978-3-95741-127-3

KurzbezTitel

Heft 3: Hus un Hoff Wohnbauten im mittelalterlichen Stralsund

Autor

Claudia Hoffmann, Birgit Kulessa und Gunnar Möller – Hrsg. Hansestadt Stralsund

Erscheinungsjahr

Stralsund 2. Auflage 2020

Technische Angaben

88 Seiten, 131 meist farbige Abbildungen, 21 x 21 cm, Broschur