Band 14: Die Stadtlandwehren des östlichen Münsterlandes.

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Landwehren gehören wie die Stadtumwehrungen und Burgen zu den Wehrbefestigungen mittelalterlicher Zeit. Sie haben zusammen mit ihren – oft versperrten – Durchlässen, den so genannten Schlagbäumen, bis heute ihre vielfaltigen Spuren im Landschaftsbild, im archäologischen Befund, im historischen Urkundenmaterial, in Flur- und Straßennamen sowie in der mündlichen Überlieferung hinterlassen.
Die Einführung des nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetzes 1980 hat auch auf die Erforschung und Erfassung der Landwehren Auswirkungen gehabt. In diesem Zusammenhang wurde das Referat Mittelalter des Westfälischen Museums für Archäologie/Amt für Bodendenkmalpflege in Münster, bei dem Frau Dr. Cornelia Kneppe seit 1982 beschäftigt ist, mit der systematischen Aufnahme der Landwehren in dem Projekt ‘Schnellinventarisation’ betraut. In einer zweijährigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurden 1985-87 unter der Obhut von Frau Kneppe bis auf wenige Ausnahmen alle Urkatasterbücher und -karten aus Westfalen-Lippe durchgesehen. Die überlieferten Landwehrbelege wurden zunächst auf den Urkarten nachvollzogen und dann auf Messtischblätter (1:25000) übertragen. Seit dieser Zeit hat Frau Kneppe sich kontinuierlich mit dem Thema Landwehrbau in Westfalen und darüber hinaus beschäftigt. Es stellte sich heraus, dass einige der Landwehren – vor allem im Münsterland – eine räumlich dichte Staffelung aufweisen, ein Phänomen, das einer eingehenderen Beschäftigung bedurfte.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Beckum: Von der Stadtfeldmark zum Stadtgebiet
• Der Verlauf der Stadtlandwehr
• Landwehr und Straßenführung
• Das Stadtfeld und seine Besiedlung im Mittelalter
• Der Wüstungsprozess im Raum Beckum
• Zur Problematik der inneren Landwehren
• Anhaltspunkte zur zeitlichen Einordnung der inneren Landwehren
• Die Vollendung der äußeren Landwehr im ausgehenden 14. Jh.

Ahlen: Die Herausbildung städtischer Identität durch Landwehrbau und Instandhaltung
• Der Verlauf der Stadtlandwehr
• Landwehr und Straßenführung
• Die Reste älterer Landwehren im Stadtfeld
• Die Geschichte des Raumes Ahlen in der ersten Hälfte des 14. Jh.
• Bischof Ludwig von Münster und die Städte in den Fehden um 1320
• Die Zisterzienser von Marienfeld und ihre Besitzungen um Ahlen
• Eine städtische Landwehr um 1320?
• Der Ausgriff der Stadt Ahlen nach Süden: Zum Problem der Hövener
• Die Pflege der Landwehr durch die Schützengesellschaft

Warendorf: Die Landwehr als Rechtsgrenze
• Der Verlauf der Stadtlandwehr
• Landwehr und Straßenführung
• Zum Schließdienst und zur Instandsetzung des Stadthagens
• Die Nutzung und Besiedlung der Warendorfer Feldmark
• Die besitzrechtlichen Voraussetzungen des Landwehrbaus
• Die Entstehung der Landwehr als Ergebnis städtischer Umlandpolitik
• Die Funktion der Landwehr in der frühen Neuzeit

Telgte: Die Landwehr als Wehranlage für Stadt und Land
• Der Verlauf der Stadtlandwehr
• Instandhaltung und Pflege der Landwehr: Die Urkunde von 1443 und ihr Aussagewert
• Einrichtungen und Nutzungsrechte der Bürger in der Telgter Mark
• Die Besitzverhältnisse um Telgte
• Die Rechtsverhältnisse in der Feldmark von Telgte
• Telgte als bischöflicher Stützpunkt in der zweiten Hälfte des 14. Jh.

Zusammenfassung und Ergebnisse
• Zur topographischen Variabilität und zur Datierung von Stadtlandwehren
• Die Funktion der Stadtlandwehren im Wandel
• Der Landwehrbau als politisches Instrumentarium des 14. Jh.

Anhang: Die Landwehren der übrigen landtagsfähigen Städte des Oberstiftes Münster
• Bocholt
• Borken
• Coesfeld
• Dülmen
• Haltern
• Münster
• Rheine
• Vreden
• Werne
• Übersicht über die Stadtlandwehren in Westfalen

Quellen- und Literaturverzeichnis
Abbildungsnachweis
Auswahlbibliographie
Beilagen 1-6

Gewicht 1048 g
Bestellnr

7-6-14

Produktgruppe

Verlagsprogramm

Reihe

Archäologie Westfalen

Hauptgruppe

Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen

Untergruppe

Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen

ISBN

978-3-402-05039-2

KurzbezTitel

Band 14: Die Stadtlandwehren des östlichen Münsterlandes.

Autor

Cornelia Kneppe — Herausgeber: Volker Pingel

Erscheinungsjahr

Münster 2004

TechnischeAbgaben

164 Seiten, viele Abbildungen in Farbe und s/w, Beiträge zum Stand der Forschungen, Tabellen und Abbildungsnachweise, 6 Beilagen, 30, 3 x 21, 6 x 1, 8 cm, Festeinband

Inhalt

Landwehren gehören wie die Stadtumwehrungen und Burgen zu den Wehrbefestigungen mittelalterlicher Zeit. Sie haben zusammen mit ihren – oft versperrten – Durchlässen, den so genannten Schlagbäumen, bis heute ihre vielfaltigen Spuren im Landschaftsbild, im archäologischen Befund, im historischen Urkundenmaterial, in Flur- und Straßennamen sowie in der mündlichen Überlieferung hinterlassen. Die Einführung des nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetzes 1980 hat auch auf die Erforschung und Erfassung der Landwehren Auswirkungen gehabt. In diesem Zusammenhang wurde das Referat Mittelalter des Westfälischen Museums für Archäologie/Amt für Bodendenkmalpflege in Münster, bei dem Frau Dr. Cornelia Kneppe seit 1982 beschäftigt ist, mit der systematischen Aufnahme der Landwehren in dem Projekt 'Schnellinventarisation' betraut. In einer zweijährigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurden 1985-87 unter der Obhut von Frau Kneppe bis auf wenige Ausnahmen alle Urkatasterbücher und -karten aus Westfalen-Lippe durchgesehen. Die überlieferten Landwehrbelege wurden zunächst auf den Urkarten nachvollzogen und dann auf Messtischblätter (1:25000) übertragen. Seit dieser Zeit hat Frau Kneppe sich kontinuierlich mit dem Thema Landwehrbau in Westfalen und darüber hinaus beschäftigt. Es stellte sich heraus, dass einige der Landwehren – vor allem im Münsterland – eine räumlich dichte Staffelung aufweisen, ein Phänomen, das einer eingehenderen Beschäftigung bedurfte. Inhaltsverzeichnis: Einleitung Beckum: Von der Stadtfeldmark zum Stadtgebiet • Der Verlauf der Stadtlandwehr • Landwehr und Straßenführung • Das Stadtfeld und seine Besiedlung im Mittelalter • Der Wüstungsprozess im Raum Beckum • Zur Problematik der inneren Landwehren • Anhaltspunkte zur zeitlichen Einordnung der inneren Landwehren • Die Vollendung der äußeren Landwehr im ausgehenden 14. Jh. Ahlen: Die Herausbildung städtischer Identität durch Landwehrbau und Instandhaltung • Der Verlauf der Stadtlandwehr • Landwehr und Straßenführung • Die Reste älterer Landwehren im Stadtfeld • Die Geschichte des Raumes Ahlen in der ersten Hälfte des 14. Jh. • Bischof Ludwig von Münster und die Städte in den Fehden um 1320 • Die Zisterzienser von Marienfeld und ihre Besitzungen um Ahlen • Eine städtische Landwehr um 1320? • Der Ausgriff der Stadt Ahlen nach Süden: Zum Problem der Hövener • Die Pflege der Landwehr durch die Schützengesellschaft Warendorf: Die Landwehr als Rechtsgrenze • Der Verlauf der Stadtlandwehr • Landwehr und Straßenführung • Zum Schließdienst und zur Instandsetzung des Stadthagens • Die Nutzung und Besiedlung der Warendorfer Feldmark • Die besitzrechtlichen Voraussetzungen des Landwehrbaus • Die Entstehung der Landwehr als Ergebnis städtischer Umlandpolitik • Die Funktion der Landwehr in der frühen Neuzeit Telgte: Die Landwehr als Wehranlage für Stadt und Land • Der Verlauf der Stadtlandwehr • Instandhaltung und Pflege der Landwehr: Die Urkunde von 1443 und ihr Aussagewert • Einrichtungen und Nutzungsrechte der Bürger in der Telgter Mark • Die Besitzverhältnisse um Telgte • Die Rechtsverhältnisse in der Feldmark von Telgte • Telgte als bischöflicher Stützpunkt in der zweiten Hälfte des 14. Jh. Zusammenfassung und Ergebnisse • Zur topographischen Variabilität und zur Datierung von Stadtlandwehren • Die Funktion der Stadtlandwehren im Wandel • Der Landwehrbau als politisches Instrumentarium des 14. Jh. Anhang: Die Landwehren der übrigen landtagsfähigen Städte des Oberstiftes Münster • Bocholt • Borken • Coesfeld • Dülmen • Haltern • Münster • Rheine • Vreden • Werne • Übersicht über die Stadtlandwehren in Westfalen Quellen- und Literaturverzeichnis Abbildungsnachweis Auswahlbibliographie Beilagen 1-6

Besonderheiten