Neue Fossilfundstellen werden meist zufällig entdeckt. Dennoch gibt es bevorzugte Fundplätze für Überreste von Wirbeltieren, z. B. Kies-, Sand- und Lehmgruben, Steinbrüche und Höhlen, weil hier höffige Schichten aufgeschlossen werden. An diesen Stellen setzen in der Regel gezielte wissenschaftliche Ausgrabungen an, die wertvolles Fossilmaterial zutage fördern können. Bedingt durch die Umstände der Entstehung der Fundstellen und die späteren Fossilisationsvorgänge, resultieren verschiedene Erhaltungszustände der Fossilien, nach denen sich wiederum die Methoden der Bergung und Präparation richten sollten.
In der deutschsprachigen Fachliteratur gibt es bis heute kein umfassendes Werk über die Präparation känozoischer Wirbeltierreste. Die Arbeiten zu speziellen Fragestellungen dieses Themas sind in der deutschen und internationalen Literatur verstreut.
In England und Nordamerika existieren geowissenschaftliche Handbücher, die aber nur in wenigen Kapiteln diese Fragestellungen mehr oder weniger ausführlich behandeln. Sie gehen meist nicht auf alle heute bekannten Methoden ein.
Bis Ende des vorigen Jahrhunderts wurde fast ausschließlich auf mechanischem Wege und zum Großteil manuell präpariert.
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Einleitung
Anatomische und taphonomische Grundlagen
• Knochen — Aufbau und Zusammensetzung
• Zähne — Aufbau und Zusammensetzung
• Taphonomie der Fundstelle Untermaßfeld
Bergungsmethodik am Beispiel Untermaßfeld
• Anlage der Plangrabung
• Freilegung
• Dokumentation
• Vorkonservierung, Entnahme und Transport
• Winterfestmachung
Präparation
• Reinigung des Fundgutes
• Imprägnierungstechnik
• Zusammenfügen
• Festgesteine — chemische Präparation
• In situ-Präparate
• Spezialtechniken
Staffagenbau
Magazinierung
Zusammenfassung
Literaturverzeichnis





